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Aufnahmeprüfung Gestaltung Mittwoch,

13. März 2019 

16 Abiturienten feiern bestandenen Abschluss

„Es war eine Zeit, die ich mit niemanden lieber hätte teilen als mit euch“

 

16 Abiturienten der Montessori-FOS feiern mit „Freudentränen“ und bewegendem Lob auf ihre Schule. 

 

16 Abiturienten der Montessori-FOS haben im Gasthaus Vogl auf der Ries ihren letzten Schultag gefeiert. Die diesjährige Feier sei ganz besonders mit intensiven positiven Gefühlen der Freude und der Traurigkeit über das Abschied nehmen verbunden, sagte  Schulleiterin Beate Jaursch unter dem Motto „Freudentränen“. Dies liege nicht nur an dem mittlerweile siebten Abschluss. Die Abiturentenzahl sei so groß wie noch nie.

 

„Ihr habt euch angestrengt, gelernt und gekämpft. Ihr habt mit gutem Recht bestanden“, sagte Jaursch und beglückwünschte die Absolventen zu ihrem Erfolg. Sie dürften darauf stolz sein. Sie schafften aber noch mehr. Als erster Jahrgang brachten sie eine eigene Abiturzeitung heraus. Sie habe zudem selten in einer Klasse ein so starkes Zusammengehörigkeitsgefühl gespürt. Die Ex-Schüler seien in kürzester Zeit zusammengewachsen und entwickelten ein unglaubliches Gemeinschaftsgefühl. Für keinen Jahrgang sei es zudem von so großer Bedeutung gewesen, in einer Montessori-Schule zu sein. Dies mache  stolz und glücklich. Sie verbinde daher mit dem Jahrgang den Begriff „Freudentränen“, der sie das ganze Jahr nicht mehr losließ.

 

Es habe in den letzten beiden Jahren viele Momente gegeben, die berührten, erinnerte Jaursch. Die Entlass-Schüler schafften es, die Lehrer zu verzaubern. Auch sie selbst habe sich in der starken Gemeinschaft gut aufgehoben gefühlt. Sie habe auch sehr positive Rückmeldungen von Praktikumsbetreuern oder den Kollegen für ihren Einsatz während der Zirkuswoche erhalten. Sie bestätigten immer wieder den Eindruck, dass sie einzigartige Persönlichkeiten sind.      

 

„Ihr ward eine wunderbar harmonische, euch und uns erstnehmende Gruppe voller Mut, voller Kraft, voller Lebensfreude“, lobte Jaursch, die für alle Absolventen persönliche Worte fand. Sie empfinde Freude über das bestandene Abitur, das Wissen, dass sie wunderbare selbständige und verantwortungsbewusste Persönlichkeiten sind, über die sehr feine gemeinsame Zeit. Sie betonte das große Vertrauen und die Unterstützung der Eltern, die ehrenamtliche Arbeit des Vorstands und die Kompetenz, Verlässlichkeit und das Engagement der Kollegen.

 

Vorstand Susanne Kayko erzählte, wie sie zur Montessori-Bewegung kam. Es sei ein Jahr nach dem PISA-Schock gewesen, als ein finnischer Kultusvertreter sagte, in Finnland solle es allen, die sich am Bildungsprozess beteiligen, gut gehen und wenn nicht, helfe man ihm. Dieser Satz begleite sie durch die Montessori-Schule. Sie wollte etwas vom schönen Finnland nach Bayern bringen und habe sich deshalb in der Schule engagiert. Sie hoffte, dass die Absolventen hier glücklich waren.

 

Elternvertreter Georg Hermannsdörfer ließ anhand von Zeitungstiteln über die Spiele der deutschen Fußballelf in Brasilien die Abiturzeit Revue passieren. Wie Jogi Löw mussten die Eltern am Spielfeldrand stehen und Durchhalteparolen verkünden. Die jungen Leute bewiesen aber Leistung und Teamgeist auf dem Platz. Er bat, auch die Familie als Team zu begreifen, zu dem sie immer wieder zurückkehren können. „Danke für die geile Zeit“, zitierte er. Er verabschiedete stellvertretende Schulleiterin Hélène Colle und sagte auch Beate Jaursch für die Engelsgeduld und liebevolle Begleitung der jungen Menschen mit Blüten Dank.

 

Hélène Colle lobte ebenfalls das Durchhaltevermögen, die Einsicht und den Zusammenhalt der Abiturienten. Sie habe einige von ihnen 14 Jahre begleitet. Auch die Quereinsteiger merkten, dass es den Montessori-Lehrern nicht um Noten geht, sondern dass sie es ernst meinten mit der Zuneigung. Sie betonte die „reichen Jahre“ und den Austausch mit den Kollegen, hob die große Kompetenz und den grenzenlosen Einsatz von Beate Jaursch hervor.

 

„Es ist eine Zeit gewesen, die ich mit niemandem lieber hätte teilen wollen als mit euch“, sagte Dörte Stradhauser ihren Noch-Mitschülern in einer bewegenden freien Rede. Sie fand auch wertschätzende Worte für die Schule. Sie habe hier gelernt, sie selbst sein zu dürfen. Sie sei als schüchternes, nichtssagendes Häufchen Elend an die Schule gekommen. Diese habe sie zu dem gemacht, was sie heute ist, ihr gezeigt, „wie schön es ist, am Leben zu sein“. Sie erinnerte an die Vernissage, das Abitur in der Dreiländerhalle oder die mündlichen Prüfungen in Straubing. Weil die Mitschüler Ruhe ausstrahlten und sie immer zusammen waren, habe sie durchgehalten. Sie habe erlebt, wie die Gefühle Achterbahn fuhren oder es einem den Boden unter den Füßen wegzog. Sie wünschte ihnen, dass die Montessori-Sonne immer für sie scheint und sie die Erinnerungen, die sie teilen, und die Inspirationen im Herzen tragen wie sie selbst. Langanhaltender Applaus war ihr sicher. 

 

Theresia Wildfeuer, PNP

 

 

Abi2014
Montessori-FOS 1, 2: Schulleiterin Beate Jaursch (5. von links vorne) sagte den Absolventen der Montessori-FOS mit Freudentränen ade. Foto: Wildfeuer