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Aufnahmeprüfung Gestaltung Mittwoch,

13. März 2019 

Verabschiedung von Hélène Colle

Irgendwann musste dieser Tag ja kommen. In unserem Fall, der letzte Schultag aller Schultage mit Voraussicht auf einen Sommer voller Reisen, Erlebnisse, gebührender Kopflosigkeit und den Anfang eines neuen Lebens in einer neuen gesellschaftlichen Rolle, welcher auch immer, denn Schüler werden in Zukunft nur noch die wenigsten von uns sein.

 

Soweit so gut. Die Abschlussfeier ließ uns schon Tage vorher von all den Versplichtungen verabschieden und uns unter Freudentränen langsam realisieren, dass unsere Spielzeit an dieser Spielstätte gelaufen ist.

 

Am letzten offiziellen Schultag war das Spotlight also nicht auf uns gerichtet. An diesem Tag nahmen wir unsere Plätze als Nebendarsteller unter Regieinstruktion unserer Intendantin Beate ein. Der Stab bestand neben uns, dem letzten Abiturjahrgang und der elften Klasse ebenso aus den ehemaligen FOS-Schülern des ersten bis letzten Jahrgangs seit dem Bestehen der Fachoberschule, welche von Beate zusammen getrommelt, extra angereist kamen um die Show ins Rollen zu bringen. Etwa 50 Protagonisten erwarteten mit Blumen als Requisiten in petto die Grande Dame, die Hauptrolle, unsere ewige Erstbesetzung Hélène. Den groben Ablauf unserer Inszenierung trocken und theoretisch durchgegangen setzten wir uns ohne Souffleuse und Probedurchlauf vor der Kulisse des FOS-Klassenzimmers in Szene, reihten uns chronologisch nach Jahrgang auf und ließen den Vorhang fallen. Ohne fein studierten Prolog improvisierten wir mit den Worten, die unseren Herzen entsprangen, überreichten mit Hilfe der Blumen symbolisch und minimalistisch unseren Dank an Hélènes wertgeschätzte langjährige Arbeit an unserer kleinen Schule der Liebe, die ihren inoffiziellen Titel auch oder gerade wegen dieser Frau trägt. Wie für uns ist es auch Hélènes Grande Finale und Abgang, doch in keinster Weise ein Austritt aus der Schulfamilie, in welche wir alle zwar nicht hineingeboren, aber hineingewachsen sind.

 

Vermöge ihrer Lebensleistung, ihres Erfahrungsschatzes und ihrer inspirierenden Dynamik ist Hélène zu einer eigenen Institution und einem unverwechselbaren Charakter innerhalb dieser Montessori-Spielstätte geworden. Auf unbegrenztem Gebiet, noch weit über die Englisch-, und Französischstunden hinaus hat sie es bei ihren Schülern zu erheblicher Prominenz gebracht, ja Generationen geprägt. Als Inbegriff von wohlhabend, da ihr Herz voller Liebe ist agiert sie welterfahren auf unserer Augenhöhe. Ihrer Menschlichkeit stets bewusst trägt sie ihr offensichtliches Wissen nicht auf der Zunge, sondern entflammte durch ihr Engagement in manch einem schlicht die Liebe zur englischen Sprache, zu Kultur und Literatur. Hochschätzungsvoll verabschiedet sich die Montessori Fachoberschule von ihrer eigenen Virtuosin im außerschulischen Fach "Wie lebe ich mein Leben richtig", die uns Lektionen erteilte, welche erst im Nachhinein als solche bewusst wurden.

 

Wohin es Dich, unsere Weltenbummlerin auch verschlagen mag, der Montessori Schule gehst Du nie verloren, uns Deinen ehemaligen Schülern und Schülerinnen, Deinen ehemaligen Kollegen und Kolleginnen, doch ewigen Freunden und Begleitern schon gar nicht.

 

À bientôt!

 

 

 

Verabschiedung von Helen Colle